Verkehrssituation an der Realschule Enger unübersichtlichVON KLAUS FRENSING Enger. 13.20 Uhr an der Nordhofstraße. Die Realschule hat das Schulende eingeläutet, die Schüler strömen aus ihren Klassen nach draußen. Busse fahren vor, Lehrer rollen im Pkw vom Parkplatz, Eltern holen ihre Kinder ab, Schüler radeln nach Hause. Gleich zwei Lehrer versuchen als Aufsichtskräfte das Chaos auf dem Bürgersteig unter Kontrolle zu halten. Hier kommt es während der Schulzeit jeden Mittag nach der sechsten Stunden zu einer „hochbrisanten und gefährlichen Situation“, stöhnt Joachim Blombach. „Ich bin immer wieder erstaunt, dass hier noch nichts passiert ist“, fügt der Realschul-Rektor hinzu. Zum Ende des Schuljahres informierten sich der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Maik Paulini und seine Stellvertreterin Elke Finkeldey zusammen mit den beiden sozialdemokratischen Ratsmitgliedern Anne Paul und Rolf Seelmeyer über die Situation vor Ort. Mit dabei waren Joachim Blombach und der städtische Fachbereichsleiter Verkehr, Sicherheit und Ordnung, Manfred Redeker. Joachim Blombach wünscht sich vor allem eine Verlagerung der Haltestelle in Richtung Elsestraße, um den problematischen Bereich an der Ausfahrt des Parkplatzes zu entzerren. Es bestehe durchaus die Möglichkeit, die Schülerströme entsprechend zu leiten, argumentierte der Schulleiter. Weitere Anregungen waren die Erweiterung der Stellfläche und die Errichtung von Sperrgittern zur Sicherheit. Auf jeden Fall waren sich alle einig, eine zeitnahe Lösung unter Einbeziehung der Fachbehörden zu finden. Manfred Redeker erinnerte daran, dass die Verwaltung bereits vor vier Jahren einen „Bus-Cup“ (im Bereich der Haltestelle wird eine Fahrbahnhälfte auf Bürgersteighöhe aufgepflastert) angeregt hatte. Das Straßenverkehrsamt hatte bereits seine Zustimmung signalisiert. Seinerzeit habe der Vorsitzende diesen Vorschlag erst gar nicht auf die Tagesordnung des Fachausschusses gesetzt, so Redeker weiter. Die Begründung: Es liege kein Vorschlag zur Deckung der Kosten vor. Die Engeraner Sozialdemokraten wollen ihre gewonnenen Eindrücke im Ortsverein diskutieren und einen Vorschlag ausarbeiten, den sie über die Fraktion in die Kommunalpolitik einbringen wollen.
 © 2008 Neue Westfälische Tageblatt für Enger und Spenge, Donnerstag 26. Juni 2008
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