Realschule Enger will künftig eine Übermittagbetreuung anbietenEnger (maw). „Aquarium“ wird der ehemalige Lehrmittelraum von den Schülern und Lehrern der Realschule Enger liebevoll genannt. Aquarium deshalb, weil der Raum in einem ehemaligen Lichthof an vier Seiten von Glas umgeben ist und so ein wenig an jene Behausung für Fische erinnert. Wenn es nach den Wünschen der Schule geht, könnte aus dem Aquarium schon bald eine kleine Mensa für die rund 540 Schüler und Schülerinnen sowie für die Lehrer und Lehrerinnen der Schule werden.
 Die Realschule ist zwar keine Ganztagsschule und hat auch nicht vor, dies zu werden. Nachmittagsunterricht ist dennoch längst Gang und Gäbe. Eine Übermittagbetreuung wird von vielen Eltern und Schülern gewünscht. Eine Umfrage unter den Schülern habe ergeben, so erläuterte jetzt Schulleiter Joachim Blombach vor den Mitgliedern des Ausschusses für Schule, Jugend, Sport und Soziales, dass zwischen 60 und 70 Schüler Interesse an einer Mittagsmahlzeit hätten (die NW berichtete). Im „Aquarium“, so Blombach, könnten durch kleinere bauliche Maßnahmen problemlos bis zu 80 Sitzplätze geschaffen werden. Ideal sei auch die Nähe zur Pausenhalle, zu der durch eine Tür eine Verbindung geschaffen und die so in den Mensabereich einbezogen werden könnte. Auch die notwendigen Anschlüsse für einen kleinen Küchenbereich seien bereits vorhanden.
Die Realschule will für die pädagogische Übermittagbetreuung an dem Landesprogramm „Geld oder Stelle“ teilnehmen. Sollte dies bewilligt werden, könnte nach dem „1.000-Schulen-Programm“ zeitnah ein Antrag auf Investitionsförderung für den Ausbau und die Erstausstattung von Räumen zum Aufenthalt während der Mittagspause gestellt werden. Da dem Schulträger so zunächst keine Kosten entstehen, nahm der Ausschuss die Pläne wohlwollend zur Kenntnis. Eine Beratung der konkreten Anträge soll dann im Oktober erfolgen.
© 2008 Neue Westfälische Tageblatt für Enger und Spenge, Samstag 23. August 2008
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