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Zwischen Hausbesuch und Aktenschrank |
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Was zwei Neuntklässler der Realschule Enger bei ihren Betriebspraktika erlebtenEnger. „An die Arbeitszeiten musste ich mich erstmal gewöhnen“, gibt Charlotte Fleher zu. Die Schülerin schnuppert in die Arztpraxis Heinisch in Enger und das täglich von 8 bis 12 und von 15 bis 18 Uhr. Sie ist eine der Neuntklässler der Realschule Enger, die bis zu Beginn der Herbstferien ihr zweiwöchiges Betriebspraktikum absolvierten. NW-Praktikantin Lena Sargalski besuchte zwei ihrer Mitschüler bei der Praktikums-Arbeit.
VON LENA SARGALSKI
„Schon nach einer Woche habe ich einen guten Einblick in die Arbeit in einer Arztpraxis bekommen“, sagt die 14-Jährige Charlotte Fleher. Ihr Schreibtisch liegt voll mit Formularen und Zetteln. „Meine Aufgabe am Schreibtisch ist es, wichtige Informationen einzuscannen und Nachrichten, Diagnosen oder Ergebnisse festzuhalten“, erzählt Charlotte.
Aber es gibt noch mehr Aufgaben für die Praktikantin einer Arztpraxis. „Ich gehe manchmal ans Telefon und versuche so gut es geht, meinen Kollegen zu helfen. Außerdem rufe ich noch Patienten auf und führe sie dann ins Behandlungszimmer. Im Labor darf ich Material auffüllen und bei der Blutabnahme helfen. Zuletzt habe ich bei einem Patient einen Allergietest gemacht.“ Neben Büro- und Laborarbeit stehen auch Hausbesuche an, zu denen sie den Arzt begleitet. Schon nach kurzer Zeit hat Charlotte festgestellt, dass „besonders Flexibilität, Freundlichkeit und Einfühlungsvermögen das A und O“ sind. Allerdings habe sie sich den Beruf der Arzthelferin anstrengender und stressiger vorgestellt. Dennoch ist die Realschülerin mit Spaß bei der Sache. Aber auch andere Jobs findet sie noch interessant. Fast nebenan, im Rathaus Enger, arbeitet Kevin Kosmehl. „Hier ist ganz schön viel zu tun“, staunt der 14-Jährige. Alle zwei Tage bekommt er einen neuen Einblick in die Verwaltungsarbeit. „Ich freue mich bereits auf meine weiteren Fachbereiche Allgemeiner Service und Stadtplanung- und Entwicklung“ , sagt Kevin. Die Aufgaben machen dem Realschüler Spaß. Neben Abheften von Akten, Einsortieren von Formularen und Schreibarbeit am Computer stehen auch Ortstermine an. „Besonders aufregend war, als ich mit dem Ordnungsamt Gaststätten geprüft habe, ob das Raucherverbot eingehalten wird“, erzählt der Schüler begeistert. Er habe schnell gemerkt, wie vielfältig die Verwaltungsarbeit ist. „Sorgfalt, Zuverlässigkeit und vor allem Freundlichkeit sind die wichtigsten Voraussetzungen für die Arbeit in der Verwaltung“, meint Kevin Kosmehl. Den Beruf nach der Schule selbst später auszuüben, kann er sich durchaus vorstellen. „Das Berufsleben ist schon anders als Schule“, räumt der Realschüler ein. „Doch der Gesamteindruck hat mich von diesem Beruf überzeugt.“
© 2008 Neue Westfälische Tageblatt für Enger und Spenge, Freitag 03. Oktober 2008 |