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Eine Engländerin vermisst ihr Essen PDF Drucken E-Mail

Image„Von Enger hatte ich noch nie gehört“, sagt Donnelly in fast perfektem Deutsch. Kein Wunder, sie studiert schließlich Deutsch und Chinesisch auf Abschluss Bachelor. „Es ist sehr schön hier, die Leute sind nett, es gefällt mir“, sagt die junge Britin und strahlt. „Wie mein Dorf zuhause“, meint sie. Donnelly stammt aus Peterborough, einer Stadt in der Nähe von Cambridge.
Donnelly sieht viele Gemeisamkeiten zwischen England und Deutschland, der größte Unterschied sei da noch die Sprache. Und: „Viele Engländer denken zuerst an Fußball, wenn man sie auf Deutschland anspricht“, sagt Donnelly. Aufgefallen ist ihr auch, dass die öffentlichen Verkehrsmittel wie Bus und Bahn hier sehr pünktlich sind.
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Ein wenig Heimweh hat die Engländerin aber doch. „Ich vermisse das Essen“, sagt sie. Roswitha Schröder-Deter, ihre Betreuerin an der Realschule, ist erstaunt: „Wirklich?“ Donnelly stellt klar: sie meint Schokolade und Tee. Das mag man auch als Deutscher – andere Spezialitäten der britischen Küche sind gewöhnungsbedürftiger.
Donnelly nimmt an 12 bis 15 Unterrichtsstunden pro Woche teil. „Ich helfe den Schülern dabei, die Aussprache zu verbessern“, sagt sie. Die Deutschen würden sehr gut Englisch sprechen, nur die Aussprache sei anders. Schröder-Deter meint, dass Donnellys Arbeit den Kindern, aber auch ihr selber nützt: „Für beide Seiten eine Bereicherung.“
Die Engländerin hat auch im Schulsystem Unterschiede entdeckt: „In Deutschland trägt man keine Uniform, die Schule fängt früher an und die schriftlichen Arbeiten werden anders benotet.“Image
Sie wohnt zur Zeit in einer Wohngemeinschaft in Bielefeld. Diese Stadt kennt sie schon von einem Betriebspraktikum, dass sie als Schülerin in einem Restaurant gemacht hat. „Ich habe mich auch bei dem Austauschprogramm für eine Stelle in Nordrhein-Westfalen beworben.“ Wenn Donnelly Ende Januar mit ihrem Job in Enger fertig ist, geht sie erst einmal zum Studieren nach China. Wenn sie ihre universtitäre Ausbildung komplett abgeschlossen hat, könnte sie sich aber auch vorstellen, als Lehrerin in Deutschland zu arbeiten. Die Realschule in Enger kennt sie ja schon.„Hallo, mein Name ist Fiona“: Fiona Donnelly schreibt für das Foto einen Satz zur Begrüßung an die Tafel. Die 21-jährige Engländern arbeitet zur Zeit als Comenius-Sprachassistentin an der Realschule Enger. FOTOS: MATTHIAS TONHÄUSER

© 2009 Neue Westfälische
Tageblatt für Enger und Spenge, Freitag 30. Oktober 2009

 
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